Montag, 23. April 2012

Von Adelaide nach Alice Springs

Dieses Mal ist wirklich einiges passiert!

Samstag vor einer Woche ging's in Adelaide los. Ein Ford Falcon Station Waggon, zwei deutsche Maedels, ein Kanadier und ich. Es fing sehr gut an! Wir haben am ersten Tag einige Kilometer gemacht und sind gut voran gekommen. Am zweiten Tag unserer Fahrt dann aber der erste Daempfer: Bei einem Zwischenstop bemerkte ich eine Pfuetze hinter unserem Auto. Schnell hab ich bemerkt, dass es sich um Oel handelt. Ich weiss zwar nicht viel ueber Autos, aber das konnte nicht gut sein. Es tropfte relativ oft in der Mitte des Autos. Wir entschieden noch bis zur naechsten Station zu fahren: Kalgera im Northern Territory. Eine Service Station mitten im Nirgendwo Australiens. 200 Kilometer keine Zivilisation in die eine Richtung und 100 km in die andere. Die wenigen Leute die dort waren versuchten uns nach Kraeften zu helfen. Leider konnten wir erst am naechsten Tag jemanden finden der auch wirklich wusste von was er redete.
Ihm gehoerte eine Farm in der Naehe und hat oefters mit Autos zu tun. Jedenfalls war eine Dichtung im Oelkreislauf der Schaltung/des Getriebes kaputt. Dafuer musste er die komplette Getriebestange ausbauen. Die Dichtung bestellten wir in Alice Springs und sie kam am naechsten Tag mit dem Greyhoundbus gegen Mittag an. Die Dichtung war schnell eingebaut und daraufhin luden wir den Farmer und seinen Helfer zum Mittagessen ein. Sie sagten zu - begnuegten sich dann aber doch nur mit einem Bier fuer mindestens 3 Stunden Arbeit!!!
Nachdem das dann erledigt war gings zum Ayers Rock. Leider war den beiden Maedels denen das Auto gehoert die Sehenswuerdigkeiten nicht so wichtig... Sie begnuegten sich mit einem kurzen Blick auf Ayers Rock waehrend des Sonnenuntergangs und einem kleinen, nicht all zu anstrengendem Spaziergang bei den Olgas. Das hat mich ziemlich genervt - haette ich doch gerne sehr viel mehr Zeit bei den Sehenswuerdigkeiten verbracht. Ich konnte sie dann ueberreden mir das Auto zu ueberlassen damit ich wenigstens mal noch zum Ayers Rock fahren konnte um ihn mir aus der Naehe anzusehen und zu besteigen!
Das war wirklich beeindruckend! Leider entpuppte sich der Kanadier als recht anstrengender Zeitgenosse, der es mir wirklich schwer machte all das in vollen Zuegen zu geniessen.
Nach zwei Naechten im Resort des Ayers Rock fuhren wir dann weiter zum Kings Canyon.
Hier hat's mir wirklich super gefallen! Wir sind einmal um den Canyon herum gelaufen waehrend die Maedels im Auto gewartet haben. Leider war auch hier meine Stimmung mal wieder getruebt weil jemand mein Handy geklaut hat, als ich es ueber Nacht auf dem Campingplatz aufgeladen hab. Ja, ich weiss. Selbst schuld. Aber eigentlich hat ja jeder hier ein Handy und alle sind auf die Steckdosen angewiesen. Ich hab einfach auf die Ehrlichkeit der anderen Camper vertraut, aber das war wohl ein Fehler.
Von dort aus fuhren der Kanadier und ich dann mit einem Deutschen nach Alice Springs, weil die Maedchen pleite sind und im Ayers Rock Resort nach Arbeit suchen wollten.
Nun moechte ich weitern nach Darwin im Norden. Ich hoffe ich finde bald eine Mitfahrgelegenheit!

Bilder folgen das naechste Mal, weil das an diesem PC leider nicht geht.

Bis dann! Viele Gruesse, Johannes

1 Kommentar:

  1. Mein lieber Johannes! Dass du jetzt irgendwo im Nirgendwo bist ist eine komische Situation für mich! Aber ich hoffe sehr, dass du lernst die schönen Dinge zu genießen und die nicht so schönen Momente ganz schnell wieder zu vergessen! Einfach abhaken, versuchs einfach mal, dann bist du wesentliche entspannter und kannst dich besser auf das nächste Abenteuer einlassen!
    Liebe Grüße, deine Mami

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