Mittwoch, 4. Juli 2012

San Francisco, Las Vegas und Los Angeles

Nun bin ich also endlich in dem letzten Land vor meiner Rueckkehr in die Heimat und ich freue mich wirklich bis in zwei Wochen wieder zu Hause zu sein!

Aber bis dahin geniesse ich es wirklich wieder einmal in den USA zu sein. Endlich wieder der englische Akzent den ich gewoehnt bin, die grossen Staedte und das Ueberdimensionale habe ich fast ein bisschen vermisst in letzter Zeit. ;-)

Los ging es in San Francisco. Dort habe ich erst mal eine halbe Ewigkeit in der Schlange vor dem Zoll verbracht, weil die Amis leider wirklich so paranoid sind wie man immer hoert.
Vom Flughafen ging es mit dem Zug in die City. Wie manche bereits wissen bin ich dort dann etwas unvorbereitet auf die Reste einer "Gay-Pride-Parade" gestolpert. Nachdem ich den ersten Schock verdaut habe bin ich dann zu meinem Hostel. Die naechsten zwei Tage habe ich dann San Francisco erkundet: Den wunderschoenen und gruenen Golden Gate Park, die Golden Gate Bridge, die gesamte Kueste der Stadt und natuerlich das beruehmte Cable Car.





Nach San Francisco bin ich dann nach Las Vegas weiter gezogen. Diese Stadt hat mich wirklich sehr begeistert und wenn ich es irgendwie einrichten kann war das bestimmt nicht das letzte Mal das ich in Las Vegas war!
Die wirklich riesigen Casinos mit all ihren Shows, Blinklichtern und Spielautomaten alleine sind faszinierend!
Und dann gibt es natuerlich auch noch die billigen Motels, Pfandleihen und Hochzeitskapellen.
Nicht so schoen, aber mindestens genauso interessant!
In Las Vegas war ich im Hostel Cat das ich allen juengeren Travellern wirklich empfehlen kann.
Guenstige Zimmer und taeglich mehrere Freizeitangebote.
Dort hab ich mich dann auch mit Kornelius aus Oberkirch getroffen, der gerade in Seattle ein Praxissemester verbringt.
Wir hatten echt ne gute Zeit und einiges von Las Vegas zu sehen bekommen!

Freemont Street

Hier haben wir uns in die Poolarea eines Casinos geschlichen





Und nun bin ich also in Los Angeles. Bisher habe ich ausser einer Sightseeingtour nicht viel gemacht. So viel gibt es hier auch nicht. Hollywood, Beverly Hills und ein paar architektonisch interessante Bauten in Downtown, aber das war's. Ich bleibe hier noch bis Freitag und werde, wenn es das Wetter zulaesst, die meiste Zeit am Strand verbringen - Venice und Santa Monica Beach.
Und danach geht es - wahrscheinlich wieder mal mit dem Bus - nach Phoenix, meiner letzten Station an der Westkueste der USA!

Dolby Theatre - ehemals Kodak Theatre



Zum Schluss noch eine kleine Anekdote fuer diejenigen, die noch nicht genug haben:

Falls euch euer alltaegliches Umfeld langweilt und die Menschen die euch umgeben einfach zu langweilig sind - kommt in die USA und nutzt den oeffentlichen Nahverkehr oder den Langstreckenbus.
So viele - entschuldigt meine Sprachwahl - abgefuckte Menschen sind mir auf der gesamten restlichen Reise nicht begegnet. Ob sie nun einfach nur einen aeusserst schlechten Kleidungsgeschmack haben, auf Drogen oder betrunken sind oder geradeheraus verrueckt - man findet sie hier!
Auf der Fahrt von Las Vegas nach LA war an einem Zwischenstop nur noch ein Platz neben mir und einer anderen Mitfahrerin frei als zwei Maenner in den Bus kamen. Die haben sich natuerlich dort niedergelassen und gleich mal angefangen so laut zu reden das es der ganze Bus auch verstehen konnte.
Jedenfalls waren die beiden Herren Brueder und auf dem Weg nach Oregon um ihren Vater zu besuchen, den sie seit 35 Jahren nicht mehr gesehen haben. Offensichtlich hatten sie schon einen im Kaehner, aber das hat sie nicht davon abgehalten immer mal wieder einen Schluck aus dem Flachmann zu nehmen. Ich bin mir sicher ihr Vater war sehr stolz auf sie bei ihrer Ankunft. Jedenfalls hatte der eine Bruder dann mit seiner Flamme am Telefon geredet, wo dann die Sprache auf seine Enkel kam die ihn angeblich bereits nach wenigen Stunden vermissen (4 Generation - das geht halt auch nur wenn man frueh anfaengt). Das hat den armen Mann dann so aufgewuehlt, dass er angefangen hat zu weinen und sich von seinem Bruder troesten lassen musste. Nachdem er sich dann wieder beruhigt hatte fiel er in einen komatoesen Schlaf und liess sich auch durch Faustschlaege ins Gesicht durch seinen Bruder nicht wieder aufwecken...

Jap, wie ihr seht befinde ich mich in bester Gesellschaft und hab mich selten so zu Hause gefuehlt wie hier!

Beste Gruesse aus dem Land der unbegrenzten Moeglichkeiten!!!

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